Anhand einiger Arbeiten und einigen Quellenmaterials wollen wir versuchen, das kirchliche Leben darzustellen. Die Anfänge liegen im Dunkeln, obwohl einige Vermutungen nicht ohne weiteres von der Hand gewiesen werden können. Aus dem Jahre 1541 gibt es ein Kirchenvisitationsprotokoll. Diese große Visitation fand unter dem Kanzler Weinlöben und dem ersten brandenburgischen Generalsuperintendenten Stratner in der Mark statt. Auch Birkenwerder war da einbezogen. Zwei Jahre zuvor war Kurfürst Joachim II am 1. November 1539 zum evangelischen Glauben über getreten. In dem Bericht wird Hermsdorf als Filiale von Birkenwerder bezeichnet.

Weiterlesen: Nachrichten von Pfarrer BonaDazu paßt ein Bericht von Pfarrer Bona (1710 - 1720) „Nachricht von Birkenwerder und der dazugehörigen Filiabus". Darin heißt es, daß man Nachrichten findet, wo nach Birkenwerder vor der Reformation einen Pfarrer gehabt habe. Das läßt sich aber nicht nachweisen. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß die kirchlichen Verhältnisse vor der Reformation recht kompliziert waren: eventuell mal eigene Pfarrer, dann wieder Filial. Das ganze 16. Jahrhundert und zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde Birkenwerder von Stolpe aus kirchlich versorgt. 1632 bis 1681 hatte der Pfarrer von Schönfließ die Betreuung, dann bis 1706 wieder Stolpe.

Weiterlesen: Eine Karte von 1732 erzähltAuf einer wohl einzigen aus dem 18. Jahrhundert erhaltenen Karle, von L. A. Schulze gezeichnet im Jahre 1732, können wir uns ein sehr gutes Bild vom Dorf Birkenwerder aus dieser Zeit machen.

In einem Ort von der Größe Birkenwerders sind immer Orts- und Kirchengeschichte miteinander verflochten. Es ist vergleichbar einem Spaziergang, bei dem man nach allen Seiten sieht und so das Ganze in den Blick bekommt. So verstehe ich auch meine Darstellung der Orts- und Kirchengeschichte. Wobei selbstverständlich verschiedene Ereignisse von mir gar nicht oder nur am Rande erwähnt werden, wie zum Beispiel die Affäre Wynß.

Wir wollen uns nun aber wieder der örtlichen Kirchengeschichte im engeren Sinne zuwenden. Dabei helfen uns auch die Kirchenbücher als wichtige Quelle. Die Kirchenbücher unserer Parochie reichen zurück bis ins Jahr l682. Das älteste Kirchenbuch reicht also 317 Jahre zurück. Zum ersten Mal wird darin von Freud und Leid unserer Gemeinde seit dem 4. Januar 1682 berichtet.

   
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